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Der Hauptact sollte eigentlich von GODHEAD supported werden. Nach deren Absage allerdings sprangen TAPE ein. Deren reichlich von New Rock insprierter Sound zog einige Anhänger (es wurden T-Shirts der mir unbekannten Band gesichtet, Anm.d. A.) vor die Bühne, die die Band gebührend abfeierten. Der Frontmann war heute eine Frau, deren Strapse gerade mal bis zum Knie gingen, ebenso waren die Hotpants sehr knapp bemessen. Der ihr zur Seite stehende Gitarrist legte sich dermassen ins Zeug und verrenkte sich bei seinen wilden Aktionen dermassen, dass sich meiner einer fragen musste, wie er überhaupt noch einen richtigen Ton aus der Klampfe bekam. Respekt! Beinahe den ganzen Auftritt nutzte die Band für Powersongs. Bis auf eine Ballade, bei der dann allerdings die Gitarre hart im Refrain zuschlug. Bei einem Songtitel wie “Shake what your mama gave ya” konnte man nur schmunzeln. Allerdings konnten sie den Schreiber dieser Zeilen nicht wirklich von den Socken hauen, dennoch war es nett anzuhören/-sehen.
Dann war die Zeit für TAPE auch schon wieder vorbei und nach einer allüblichen Umbauphase betraten PARADISE LOST die Bühne. Frontmann Nick Holmes erschien im dunklen Piratenhemd, Gitarrist Greg Mackintosh trug die Haare wieder ein wenig länger und pechschwarz.
Die Jungs legten gleich sehr ansprechend los, was von der Meute auch gefeiert wurde. Die 5 Musiker wussten zu begeistern. Im Set befanden sich Titel wie “Slip out of my Life”. Das LKA war mittlerweile gut gefüllt und vor der Bühne befand sich weniger Leerraum als bei der Vorband. Als dann die Hymne “As I die” ertönte, war die Menge endgültig nicht mehr zu halten und die Briten wurden geehrt! Doch nicht nur bei diesem Song hatten sie die Fans in der Hand. Einen undefinierbaren Schrei aus dem Publikum, während einer Ansage, kommentierte Nick mit einem lapidaren “Definitely”, was den Rest des Publikums zum Lachen brachte.
Nach “Perfect Mast” begann gegen 22.50 die Zugabe, in welcher vom gleichnamigen Album auch noch “One Second” zum Besten gebracht wurde. Alles in allem ein spielerisch von den Jungs gut vorgetragener Abend und eine nette musikalische Überraschung für den Autor. df
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