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An diesem Aben eröffnet die finnischen Newcomer NORTHER den Reigen der harten Kunst.
Nicht nur dass sie aus dem gleichen Land wie Alexi Wildchild und seine Kinder des Bodoms kamen, nein, der Fronter spielte ebenfalls Gitarre und übernahm den Gesang. Dementsprechend schlugen sie musikalisch direkt in die Kerbe der melodischen Deather um Alexi. Sauber gespielte Melodieläufe und Hochgeschwindigkeitssoli, wie man es von den Bodoms gewohnt war. Gut gespielt aber leider nichts Neues. Mehr Eigenständigkeit, meine Herren. Der Keyboarder stand dazu noch mächtig gelangweilt hinter seinen Tasten, was den Auftritt nicht wirklich besser machte.
Besser machten es an diesem Abend HYPOCRISY. Mit neueren Tracks, aber auch alten Krachern wie “Roswell 47” und “Fractured Millennium” sowie “Final Chapter” brachten sie die Menge schon mal in die richtige Stimmung für die Schwarzheimer um Shagrath.
Die Mischung aus ultraschnellen Songs und den bombastisch und von roher Gewalt strotzdenden Mid-Tempo-Nummern gelang den Schweden bestens. Als die Jungs dann nach einem gelungenen Auftritt die Bretter verliessen, wurden diese in dunkles Grün und Blau getaucht.
Ein getragenes Intro, in dem mächtige Chöre in die Meute hallten, läutete den Auftritt der momentan erfolgreichsten, norwegischen Black-Metal-Band DIMMU BORGIR ein.
Shagrath, Silenoz und Co. gingen gleich in die vollen. “Lepers Among Us”, “In Death’s Embrace” oder “Cataclysm Children” heizte den Fans schon mächtig ein. Dann kam es zum Abschluss des ersten Teils des Abends mit “Vredesbyrd” und “Kings of the Carnival Creation”. Shagrath röhrte irgendwann dazwischen ins Mikro: “It’s fucking great to be back again!” Die Menge quittierte dies mit reisendem Beifall.
Es folgte ein langes Intro, untermalt von den selben Farben wie zu Beginn des Sets. Man wusste spätestens ab den Klängen der Stiefel von marschierenden Soldaten, was nun kommen sollte. Dann sprach der Befehlshaber: “Gentlemen, DESTROY!” Diese Aufforderung nutzen die Norweger Jungs und begannen in der zweiten Hälfte, das Verbleibende von Fans und Location in Schutt und Asche zu legen. Vor allem Drumviech Nick Barker leistete Präzisionsarbeit an seinen Kesseln, daß einem schier der Arsch auf Grundeis lief. GEIL! “Unorthodox Manifesto” war kaum beendet, da folgte die neueste Mega-Hymne vom “Death Cult Armageddon” - Longplayer. “Progenies of the Great Apocalypse” zeigte die hohe Liga, in der die Jungs spielen, ganz genau auf.
Weiter dann direkt mit “IndoctriNation” und the “The Blazing Monoliths of Defiance”. Die sechs mit Nieten und Leder bekleideten Dämonen auf der Bühne lieferten den perfekten Black-Metal-Abend ab. Als man “The Insight and the Ctaharsis” anstimmte, war es schon beinahe dem Siedepunkt nahe. “Spellbound (By the Devil)” riss alle noch bestehenden Ruinen ein. Eine Schlacht die besser nicht sein konnte.
Norwegisch, die zweite: “Raabjorn Speiler Draugheimens Skodde” war der vorletzte Brecher an diesem Abend. Zu guter Letzt bellte Shagrath ins Mikro: This is “Stormblast” und ab gings. Der letzte Song an diesem Abend wurde von niemandem angekündigt. Allerdings war jedem Fan klar, welcher Song von diesen gewissen Keyboardklängen eingeleitet wurde. Der bombastische Abend im Zeichen des Gehörnten endete mit einem bombastischen und in Extase abgefeierten “Mourning Palace”, dem Kulthit der 6 Norweger.
Das Fazit an diesem Abend: Die Headliner aus Norwegen haben auf ganzer Linie überzeugt und nichts von ihrer Perfektion vermissen lassen. Erwähnt sei der kleine Ausrutscher Vortex’, der bei “Progenies” einige Male knapp am richtigen Ton vorbeischoss. Dies tat dem gigantischen Gesamtbild des Abends jedoch keinerlei Abbruch. Man darf auf die weiteren Schandtaten aus dem Hause DIMMU BORGIR gespannt sein. df
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