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BLOODY BLASPHEMY - „Black Spells" - Demo 2005
Hier erreicht uns das zweite Demo einer Schweizer Black Metal Band aus dem Underground. Und es ist wirklich Black Metal in seiner Rohform sozusagen. Schnell, kein Erbarmen zeigend und antichristlich. Das sollte mich als Freund dieser Musik eigentlich erfreuen. Doch wenn man in seiner Biographie die Namen DARKTHRONE und MAYHEM in einem Atemzug erwähnt und es ein klein bisschen Ernst meint, sollte dies eigentlich auch zutreffen. Doch bei „God Dethroned" packt mich zu keiner einzigen Minute die Kälte die DARKTHRONE ausmachen oder die Hochgeschwindigkeitssalven, für die MAYHEM bekannt sind. Allerdings ist das nicht in eine Negativbewertung zu münzen, denn die Jungs machen ihre Sache keinesfalls schlecht. Das fiese Knurren von Reghrav (guitar/voc.) erinnert mich wiederum an Abbath (Ex-IMMORTAL), nur eine Spur krächzender. Kleinere Melodieführungen sind tatsächlich zu erkennen. „Deadly Truth" kommt dann in Sachen Geschwindigkeit und Aggression schon besser rüber. Da kann ich mir mich selbst auf einem Konzert vorstellen, so muss es sein. Im ersten Teil volles Blastbeat-Programm von Abaddon, die aber dann kurz aussetzen, nur um immer wieder zu kehren, sägende Riffs und der fiese Knurrer Reghrav machen den Song zu einem Geschoss. Melodien verschönern das Ganze noch zusätzlich. Nur warum der Song die Acht Minuten Schallmauer durchbrechen muss, ist mir nicht ganz klar. Da hätten's auch sechs getan. Aber gleich weiter zum dritten Song auf der Scheibe, welcher sich „Fight Against the Church" nennt. Sägende Riffs eröffnen den Kampf, die Batterie agiert ziemlich fix und Reghrav krächzt sich ein. Die Doublebass regiert auch in diesem gut gehenden Stampfer. Die Melodien an sich sind ziemlich monoton gehalten und weichen wenn überhaupt, dann nur geringfügig von einander ab. Reghrav bekommt im Mittelteil schier den Herzkasper, so hektisch geht er zu Werke. Tempomässig geht's gut nach Vorne. Hier und da schmeißt der Fronter ein kleinen, verschüchterten Growl ein, der aber sehr in den Hintergrund produziert wurde. Hier muss ich sagen, wäre eine deutlichere Abwechslung nicht schlecht, die Herren. Auch dieser Song bleibt nicht unter fünf Minuten. Mit langsamen Gitarren startet man dann in die „Final Battle" nur um dann schon wieder loszubrettern. Auch hier könnten im Anfangsteil die Growls hervorgehoben werden. Abaddon ackert sich mit einer extremen Gleichmäßigkeit durch die Songs. Die „Final Battle" verliert im direkten Vergleich wieder etwas an „Uffe-Fresse"-Attitüde. Der Teil mit den „Die, Die" Schreien, die dann in „Fuck the holy bastard" übergehen, ist ziemlich cool. Gegen Ende nimmt der Song noch einmal richtig Fahrt auf und Reghrav kreischt mit Echo, ein netter Effekt. Als Abschluss des Demos begeben wir uns dann nach „Graveland". Das reine Instrumental beginnt ebenfalls mit einer langsamen Gitarre und den Drumschlägen von Abaddon. Doch auch hier steigt man noch unter einer Minute voll ein. Ein bisschen Melodieführung und die Doublebass regieren auch diesen Song. Die Doublebass weicht regelmäßig gediegeneren Drum Parts, die dann länger bestehen können. Kurzer Stopp und die Gitarre sägt sich in den Endteil, der wieder ballert. Ich war jedoch noch nie ein Fan von Instrumentals. Schlussendlich klingt dieser Song mit nicht verzerrter Gitarre und langsamem Schlagzeug aus, womit auch die Platte zu Ende wäre. So, mein Fazit hält sich mit Begeisterung leider in Grenzen, aber es ist grundsätzlich noch genügend Potential vorhanden. Es regiert keine Kälte wie bei DARKTHRONE, es fehlt die Aggression von MARDUK (mit altem Sänger) und meiner Meinung nach kann Black Metal durchaus rocken wie bei CARPATHIAN FOREST zum Beispiel. Die Ingredienzen meiner Faves, von denen immerhin zwei in der eigenen Beschreibung als Orientierung stehen, sind nicht dauerhaft vertreten. Das krächzende Knurren jedoch, ähnlich dem von Abbath, klingt erhaben. Der zweite und dritte Song zeigen wiederum das Aggressionspotential der Band, weiter so und ihr gefallt mir durchweg. Der Sound ist aber für eine True Black Metal Band fast zu gut. *gg* Also dann, Review zu Ende, nicht unbedingt das Prädikat sehr geil, immerhin aber nicht schlecht gemacht. df
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